Zeit Teil1. Annährungsversuch.

"Es gibt Diebe, die nicht bestraft werden und einem doch das kostbarste stehlen: die Zeit."
Napoleon

Kann man die Zeit überhaupt stehlen? Ist sie wirklich so wertvoll und der Diebstahl daran, kann oder darf er trotzdem nie bestraft werden...?

In den Gesellschaften der 60er und 70er Jahre (im Westen) kursierte eine öffentliche Meinung, der Fernseher wäre der größte "Zeitdieb"...

Nichtsdestotrotz - ich kenne keinen einzigen Menschen, der ein tolles Gerät gestellt bekommen hätte und anschließend amtlich zum Fernsehen gezwungen worden wäre... Vor wenigen Jahren (als die Geräte noch recht "staatlich" gekostet haben), gehörte es zum guten Ton, einen mit allen Schikanen ausgestatteten Fernseher zu besitzen; koste es - was es wolle; hieß es damals noch... Es war irgendwie unlogisch und es hat trotzdem (fast) immer funktioniert.

Der Fernseher wurde zum Familienmitglied, des Öfteren mit einer (informell abgetretenen) Option der Kindererziehung; nicht selten zum Zentrum des Familienlebens.
Man kann allenfalls von einer gewaltigen Rolle dieser Medienbranche reden, wenn sie den Shift zwischen den "Outdoor" zu "Indoor" - Aktivitäten im sozialen Bewusstsein geschafft hat.

Na ja; selbst wenn viele Sozialgruppen der zweiten Hälfte des XX Jahrhunderts ihren Lifestyle zugunsten der "Immobilität" und der passiven Erholung gewählt haben - die Zeit war immer die gleiche, oder?
Wieso wurde aber der Fernseher stillschweigend zum "Zeitdieb" ernannt...

Aber...selbst wenn es die Zeit zu "klauen" ginge... wo kein Kläger ist - gibt es auch keinen Richter...

Brain Club. Zeit. Teil 1.

"Your time is limited, so don´t waste it living someone's else life." Steve Jobs

Eine klare nüchterne Äußerung eines Profis der Unterhaltungsindustrie.
Die Botschaften einer Persönlichkeit, die damals vollen Bewusstseins am Grab stand, erschüttern uns immer wieder mit ihren brutal nackten Wahrheiten, setzen unseren Verstand jenseits der oberflächlichen Glaubenssätze. Und wir stellen es auch mit stillem Staunen fest, die tiefphilosophischen Maximen eines großartigen Pragmatikers kamen bei den meisten von uns richtig erst dann an, wo der Steve Jobs den irdischen Kreis endgültig verlassen hat.
Kann es sein, dass das Thema "Zeit" aus dem sozialen Bewusstsein verdrängt wird...?

"Denn es gibt in diesem Universum des Wandels keine Bezeichnung, die über längere Zeit hinweg auf mich zutreffen würde, und nichts, von dem ich sagen kann, dass ich es bin, umfasst die ganze Wahrheit." Steve Levine "Wege durch den Tod".

Brain Club. Zeit. Teil 1.

Ein sehr prägnanten Satz, von einem Dichter und Meditationslehrer, dem Gründer der Hospiz-Bewegung in USA (dem ehemaligen Mitarbeiter von Elisabeth Kübler-Ross).
An und für sich keine Neuigkeit im Kulturgut der östlichen Weisheiten, um zum Beispiel nur die Lehren von Buddha anzudeuten. Neben der These des ständigen Wandels ("Alles ist vergänglich und deshalb leidvoll") aller Umstände und Koordinaten im Leben kam dort auch ganz deutlich die Frage der Präsenz zum Tragen... trotz des Wandels.

"Es gibt nur eine Zeit, in der wesentlich ist aufzuwachen. Diese Zeit ist jetzt."

Die Zeit (oder auch der Zeitverlauf) hat dann unentwegt etwas mit dem Bewusstsein und der Identität am Hut... Anscheinend sowohl im Sinne der individuellen Identifikationsmuster, wie der sozialen Vorstellungen und Sitten.

Die individuellen Identifikationsmuster richten sich in unserem Kulturkreis linear - nach der Altersgruppe und zwar in Verbindung mit dem sozialen Status (ich bin ein Schüler, ein Absolvent, der jüngere Assistent, der senior Manager, der Rentner etc...- vergleiche Blogs: "Identität - Genese", "Identitätskrise", "Life is life.Der Aspekt der Kohärenz","Was macht uns aus", "Grundlagen unseres Seins"). Irgendwie wird dabei die Frage der Zeit diskret in den Hintergrund gedrückt. Die Zugehörigkeit zu einem Fitnessstudio - in Verbindung mit einer angemessenen Liquidität sollte das Gefühl des Zeitverlaufes vorerst relativieren...

Im öffentlichen Leben begegnen wir einer inhomogenen Betrachtung von Zeit. Wo die Einhaltung sämtlicher Amtstermine an der rein formell geschaffenen Rhythmus erinnert, wird in den zivilisationstechnisch "fortgeschrittenen" Gesellschaften eher eine Distanzierung von den natürlichen biologischen Rhythmen umgesetzt.
Das einst der Mutter Natur komplett untergeordnete Pflanzenwachstum wurde zu einem "kontrollierten Anbau" umgewandelt, wo weder die natürlichen Quellen von Licht oder anderweitigen Magnetfeldern in der Urform existent sind oder im Sinne der Naturrhythmen eingesetzt werden.

In den 80er Jahren gab es einige interessante experimentelle Programme beim Pharma - Konzern "Ciba"; wobei in Folge der Modulation der elektromagnetischen Felder ganz massive Veränderungen beim Wachstum und Verhalten von Pflanzen und Tieren zustande kamen (vergleiche: Luc Bürgin "Der Urzeit - Code", "Epos Dei", "Water" - Filme aus der Reihe "special interest" u.v.a.).

Es kam allerdings nicht nur zu welchen oberflächlichen "phänotypischen" Veränderungen"... es entstanden ganz neue Arten von Pflanzen und Tieren, als ob entgegen dem Zeitverlauf die alten "archäischen" Spezies wieder zum Leben berufen werden könnten.
Zu ersten Mal kam ein Phänomen zum Vorschein, wonach die Modulation der Elektromagnetischen Felder einen dermaßen starken Einfluss auf die Lebewesen ausüben könnte...

Was hat es mit der Zeit zu tun?
Na ja... In der Natur dreht sich alles im Kreis...in Zyklen. Die Natur unterliegt eher den zirkadianen Rhythmen, als einer kontinuierlichen linearen Entwicklung.
Kann denn unser Spezies nicht eine "positive Ausnahme" sein?

Brain Club. Zeit. Teil 1.
Brain Club. Zeit. Teil 1.

Es gibt eine Darstellung des Lebens auf dem Planeten Erde in einer Zifferblattform. Wenn den Gesamtverlauf sich "umgerechnet" auf die 24 Stunden beziffern sollte, würde die Anwesenheit vom Spezies Menschen gerade mal die letzten zig Sekunden belegen...

Was für ein Anlass könnte es uns dazu verführen, es meinen zu dürfen, das sich dieses Spezies den allgegenwärtigen Rhythmen der Erde entziehen könnte...
Damit hätte sich die Frage nach dem gemeinsamen Ursprung und der Natur des Lebens auf dem blauen Planeten beantwortet.

Gibt es denn keinen "biologischen" Unterschied zwischen uns und den anderen fleischigen Bewohnern von Erde?

Angeblich ist jedes Tier eins mit seiner Bestimmung und reflektiert den Zeitverlauf nicht; es hätte keine kausale Vorstellung von den Lebensvorgängen und dem Tod.
Gewisse Beobachtungsmöglichkeit dazu besteht, wenn man die Tiere im Freien mit denen in Haltung/Tiergärten vergleicht. Die wissenschaftlichen Berater sind indringlich immer mehr bemüht, die Lebensumstände im ZOO so gut wie möglich dem natürlichen Milieu anzupassen...
Den Grund kennen Sie schon.

Aber auch das evidenzbasierte Wissen der letzten Jahrzehnte konnte die Abwendung von den natürlichen Rhythmen als "gesundheitlich" suspekt bis schädlich beurteilen. Laut WHO - Mitteilung sollen - zum Beispiel - die Schichtarbeit, und insbesondere die Nachtschicht als gefährlich begünstigend für Aging Prozesse und für die Erhöhung der Krebsanfälligkeit gefunden werden.

Es ist nur ein Ansatz für die Folgen der Abkoppelung von den universellen Naturgesetzen; ein Kurzbeitrag zum Verständnis unserer Biologie.
Natürlich, uns sind auch die Kulturen bekannt - wie zum Beispiel Indianer - wo dieser zirkadiane Aspekt des Biologischen mit eingeschlossen wurde.
Wo es bei den Einen aus der Tradition herrührt, dürfte inzwischen bei den hoch technifizierten Gesellschaften - in Anlehnung an die Wissensstandards - wieder in das Erfahrungsgut aufgenommen werden; zumal es unwiderlegbar ist.

Es gibt ein gutes Prinzip: auf gewisse Phänomene wird man am schnellsten bei den Extremen aufmerksam.

Brain Club. Zeit. Teil 1.

"Die Zeit vergeht nicht schneller als früher, aber wir laufen eiliger an ihr vorbei." George Orwell

Das Europa der Nachkriegszeit begann ihre Wunden unter der neuen Prinzipien und im Takt einer "proamerikanischen" Leistungsgesellschaft zu heilen.
Kaum hat man es bemerkt, dominierte der Zeit- und Leistungsdruck alle Bereiche unseres Lebens; warf einen tiefen Schatten auf den Familienzusammenhalt und das Familienmodell, das den neuen Lebensumständen unterordnet werden musste.

Das neue Zauberwort hieß: "Effizienz".

Es ist natürlich nur ein Begriff; der unterschiedlich belegt werden kann...
Eins hat man dabei womöglich verkannt. Das Wirtschaftswachstum kann (obwohl auch nur in Zyklen) einen linearen Charakter annehmen; die Biologie des Menschen - eben nicht.

Wenn wir nach den Extremen suchen - findet man sie immer wieder bei den Schwachen und Kranken.
Das können wir aus dem Alltag, dass die Kranken und die Schwachen ganz besonders auf ihre zirkadianen Rhythmen ggf. auf die (umgangssprachlich) "biologische Uhr" aufpassen.
Die meisten von Ihnen wissen auch ziemlich genau was und wieviel sie sich selber zutrauen können.

Es zeigen sich insbesondere gewisse Parallelen zu der "biologischen Uhr", wie es bei der TCM (Traditionellen Chinesischen Medizin) vorbekannt ist.
Jeder Mensch hat seinen eigenen Rhythmus, die Einen sind Frühaufsteher, die Anderen - Spätaufsteher (vergleiche die Beiträge: "Balance & Homöostase", "Balance & Energetik. Zirkadiane Rhythmen").
Insofern verschieben sich viele dieser Rhythmen, zumindest bezogen auf den "Standard".
Allerdings - manche Rhythmen - bezogen auf die Sonne... eben nicht.

"Nur der Wechsel ist wohltätig. Unaufhörliches Tageslicht ermüdet." Wilhelm von Humboldt

Brain Club. Zeit. Teil 1.

In einer Studie der Harvard Business Review ("Manage Your Energy, Not Your Time"; Oktober 2007) wird ausdrücklich darauf hingewiesen, dass in der heutigen Leistungsgesellschaft allenfalls auf das eigene biologische und energetische Potenzial geachtet werden muss; selbst unter dem Zeitdruck sollte man vorrangig die "energetischen" Engpässe berücksichtigen...
Am Beispiel der Wachovia Bank wurde gezeigt, dass die ständige Forderung der Arbeitskräfte irgendwie einer vorherigen Investition bedarf ("To effectively reenergize their workforces, organizations need to shift their emphasis from getting more out of people to investing more in them, so they are motivated—and able—to bring more of themselves to work every day. To recharge themselves, individuals need to recognize the costs of energy-depleting behaviors and then take responsibility for changing them, regardless of the circumstances they’re facing.").
Dabei handelte es sich hier "nur" um die überarbeiteten Angestellten...

"Technological progress has merely provided us with more efficient means for going backwards." Aldous Huxley

Was ist mit dem "sozialen Aspekt" der "biologischen Rhythmen" ggf. der biologischen Belastbarkeit?
Dazu gab es seinerzeit eine wegweisende Äußerung vom Mahatma Gandhi... unser Umgang mit den Schwachen und Kranken würde den Entwicklungszustand unserer Zivilisation bezeugen.

Wo man von einem humanen Umgang und netten Ambiente in den meisten Kliniken ausgehen sollte... werden solche Anlagen wie die psychiatrischen Anstalten, Altenheime und Hospizen öfters räumlich (und sozial?) ausgegrenzt...
Der Passus hörte sich vielleicht etwas verallgemeinernd an. Kommen wir auf die explicit auf die "Rhythmen" zu sprechen.

Brain Club. Zeit. Teil 1.

Im Jahre 1920 fasste der sowjetische Wissenschaftler Tschyzewski die Ergebnisse seiner Analyse der letzten 700 Jahre an sozialen Bewegungen auf der Welt zusammen. Nach dem Wunsch und Vorstellung der Kommunisten und Marxisten sollten diese (sozialen Veränderungen, insbesondere politisch trächtige Bewegungen) im Zusammenhang mit der Aufstandsversuchen von Bauern oder Arbeiterklasse stehen...

Vor dem Hintergrund einer ausführlichen und unwiderlegbaren Analyse gab es leider keine Zweifel - sämtliche Veränderungen standen unter dem Zeichen der 11-jährigen Sonne-Zyklen.
Eine derartig klassenfremde Beobachtung brachte den Forscher um fast 50 Jahre seines Lebens.

"Viele, die ihrer Zeit vorausgeeilt waren, mussten auf sie in sehr unbequemen Unterkünften warten." Stanislaw Jerzy Lec

Wie kann die Sonne einen dermaßen starken Einfluss auf die gesamte Population der Erde nehmen?

Die Sonne (aber auch die anderen Himmelskörper) wurden zum Gegenstand sämtlicher Beobachtungen seit Anbeginn der Zeiten....
Das Problem wird ganz spannend; beim Thema Zeit - neben dem Aspekt von den Rhythmen... verleiten uns die Führer und Philosophen der Neuzeit zur Mitberücksichtigung der Religion...
Ist es nur ein Ressentiment an die Urkulturen? Ein durchaus heikles Gebiet, wo die Abhandlungen wahrscheinlich die Bücherbestände einer großräumigen Bibliothek überfluten könnten.
Ein paar Ansätze sind aber möglich.

Sämtliche alte Kulturen erkannten sowohl in der Sonne per se als auch in sämtlichen "natürlichen Rhythmen" eine "heilige Harmonie".

"If I had to choose a religion, the sun as the universal giver of life would be my god." Napoleon

Man versuchte über das Gesamtmaß an Jahrtausende gehaltenen Beobachtungen gewisse Regelmäßigkeiten aufzuspüren. Sie betrafen uns selber als Species wie das gesamte Universum. Somit wurden Sie zum Spannfeld zwischen der Medizin, Agrarwissenschaften, Meteorologie, Astronomie, Geschichte, Astrologie...
Die Alten Sumerer und Ägypter waren im Stande (zum Beispiel) die Planetenklänge zu benennen; viele dieser Angaben konnten erst in der zweiten Jahrhundertshälfte des XX Jahrhunderts bestätigt werden (vergleiche "Das Gesetz der Oktave" von Hans Cousto).

"Tzolkin", der Mayakalender ging noch ein bisschen tiefer. Bezogen auf die Astronomie und Astrologie meinten die alten Maya selbst die unterschiedlichen "Zeitqualitäten" differenzieren zu können. Kann man überhaupt so Etwas, wie "Zeitqualitäten" benennen?
Würde man "Tzolkin" als eine Auslegungsplattform nehmen, unterlagen nicht nur die menschlichen Charakterzüge den planetarischen Einflüssen; auch sämtliche Situationen trafen zu gewissen Zeiten auf den unterschiendlichen "Boden" um eine mehr oder weniger dynamische Entwicklung anzunehmen...

Die Frage der Koinzidenz der Sonnenzyklen sowie des Aufschwungs und Verfalls der großen Zivilisationen im Lauf unserer Geschichte gilt inzwischen als statistisch gesichert... Auch die Zusammenhänge zwischen dem Börsenverlauf und der Intensität der Sonnenstürme wurden belegt.

Brain Club. Zeit. Teil 1.
Brain Club. Zeit. Teil 1.

Zurück zu Ausgangsfrage: Zeit und Zeitdiebe.
In der Umgangssprache werden öfters Personen, die sich notorisch verspäten auch für die "Zeitdiebe" gehalten.
Damit wird der "Zeitwert" selbst im Alltag aufgewertet. Es ist die Zeit unseres Lebens...

Können Sie sich noch an den alten Film "Sandmann" erinnern?

Es ging in etwa darum, dass die Lebenszeit limitiert und manipulierbar wurde. In einer künstlich aufgezogenen Gesellschaft wurde es den Machtinhabern (oder auch Systemverwaltern) möglich, diese Zeit zu verkürzen oder auch verlängern, die Lebensablaufzeit war auch klar an der Hand kodiert; ein oberflächlicher Blick reichte schon aus, um es zu checken.

Vor wenigen Monaten bot uns die Kinematographie eine anspruchsvolle Neuauflage vom Thema: "In Time".

Das Thema wurde vielschichtig verfeinert. Stellen Sie sich eine illusorische Gesellschaft vor, wo die Menschen "ab Werk" die ersten 25 Jahre ihres Lebens bekommen; danach schaltet sich die Uhr ein und es bleibt genau ein Jahr übrig... Sollte man aber ein Interesse am längere Leben äußern - es stünde nichts im Wege. Wenn man nur die in der Hand eingebaute Uhr aufladen würde - man könnte in dem Körper eines 25-jahrigen lebenslang... bis unsterblich leben. Als die einzige Währung in dieser Gesellschaft fungiert... die Zeit.

Inwiefern es der flüchtige Blick auf die Gesellschaft enthüllt... die Menschen verteilen sich - je nach dem Wohlstand und Lebenstempo - in verschiedene ziemlich abschirmte (Zeit)Zonen. Je näher der Peripherie der Gesellschaft - umso tiefere Unterhaltskosten, aber auch: schnelleres Lebenstempo und eine wesentlich kürzere Lebenserwartung.
Wo die Angehörigen der Wohlstandsgruppe ihre Zeit buchstäblich genießen, was schon alleine an deren gelassenen Bewegungsabläufen zu erkennen ist - rennen die Ansiedler der Peripherie hektisch vor sich hin; öfters buchstäblich "um das Leben", mit einer Zeitreserve von wenigen Stunden zum Abschalten der "Uhr".

Der Film erweckt ein paar Reflexionen. Auf der einer Seite haben wir - in unserer "realen" Gesellschaft " - eine eher umgedrehte Proportion zwischen dem sozialen Status und dem Lebenstempo: wo die Anführer der Wirtschaft und Politik kaum den Kalender realisieren können - erholen sich öfters die Vertreter der "sozialen Hängematte" gemütlich und lassen alles ruhig angehen...

Was die gesundheitlichen Aspekte und die Lebenserwartung angeht - insbesondere im Bereich der Eigeninitiative wie Wellness, Diätetik, mentaler Training etc. verschaffen sich allerdings die tüchtigen und aufgeklärten Leader einige Vorteile...alleine dadurch, dass sie im einen wesentlich besseren Allgemeinzustand der Zeit entgegentreten...
Man kann nicht leugnen, dass alleine der Zugriff auf wertvolles Wissen einen nicht unerheblichen Kostenfaktor aufweist; auch sehr viele Aspekte (oder Bestandteile) von Wellness & Fitness immer kostspieliger werden.

Jeder Film lässt gewisse Fragen offen. Im Bonusmaterial zu "In Time" findet man allerdings einige interessante Interviews. Es geht unter anderem um die Frage der Moralität in solcher Gesellschaft; um die Frage der leistungsbezogenen Lebensqualität... aber auch der "käuflichen" Lebenserwartung, wobei das Thema ins Extreme gespielt wird.

Brain Club. Zeit. Teil 1.
Brain Club. Zeit. Teil 1.

Die westlichen Zivilisationen halten ihre Lebensvorstellung als human mitunter damit aufrecht; dass sie sich dem Auftrag verpflichtet sehen, einige Grundvoraussetzungen und Güter jedem Bürger zur Verfügung zu stellen.
Der Preis dafür heisst: Leistungsgesellschaft.

Von wem wird er aber getragen? Ist es optimal für alle Beteiligten? Wo liegt die Verantwortung des jeden Einzelnen?
Wenn ich mir immer wieder gewisse Szenen aus der Literatur oder Kinematographie vor die Augen führe, erscheint dort auch eine Szene aus dem Bonusmaterial zu "In Time". Ein ehemaliger Mitarbeiter bei dem Projekt wird nach seinem Gefühl für die Gerechtigkeit dieser Lösung gefragt. Der Wissenschaftler lässt dem Zuschauer erkennen, dass er eher damit nicht gerechnet hat, dass sich solche "genetische Möglichkeit" in derartigen sozialen Form auf Dauer etabliert. Die Ansätze gingen nämlich initial in Richtung der Motivation der "Nichtstuer"....

Dann ergibt sich die große Frage nach der Veränderung; wieso kommt diese nicht zu Stande?

Eine Antwort ist ebenso bitter wie schlicht: "Die Armen haben keine Zeit, und die Reichen.. keinen Anreiz".

" Die Zeit verweilt lange genug für denjenigen, der sie nutzen will." Leonardo da Vinci

Release 2012.11.28. Rev.2015.03.21.

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