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Social Media Teil 3

Social Media Teil 3

 

Künstliche Intelligenz

Die Künstliche Intelligenz (KI) ist ein großes Teilgebiet der Informatik mit starken Einflüssen aus Logik, Linguistik, Neurophysiologie und Kognitionspsychologie. Dabei unterscheidet sich die KI in der Methodik zum Teil erheblich von der klassischen Informatik. Statt eine vollständige Lösungsbeschreibung vorzugeben, wird in der Künstlichen Intelligenz die Lösungsfindung dem Computer selbst überlassen. Ihre Verfahren finden Anwendung in Expertensystemen, in der Sensorik und Robotik.

Im Verständnis des Begriffs „Künstliche Intelligenz“ spiegelt sich oft die aus der Aufklärung stammende Vorstellung vom Menschen als Maschine wider, dessen Nachahmung sich die so genannte „starke KI“ zum Ziel setzt: eine Intelligenz zu erschaffen, die wie der Mensch nachdenken und Probleme lösen kann und die sich durch eine Form von Bewusstsein beziehungsweise Selbstbewusstsein sowie Emotionen auszeichnet.

Die Umsetzung dieses Ansatzes erfolgte durch Expertensysteme, die im Wesentlichen die Erfassung, Verwaltung und Anwendung einer Vielzahl von Regeln zu einem bestimmten Gegenstand (daher „Experten“) leisten.

Im Gegensatz zur starken KI geht es der „schwachen KI“ darum, konkrete Anwendungsprobleme zu meistern. Insbesondere sind dabei solche Anwendungen von Interesse, zu deren Lösung nach allgemeinem Verständnis eine Form von „Intelligenz“ notwendig scheint. Letztlich geht es der schwachen KI somit um die Simulation intelligenten Verhaltens mit Mitteln der Mathematik und der Informatik; es geht ihr nicht um Schaffung von Bewusstsein oder um ein tieferes Verständnis der Intelligenz. Ein Beispiel aus der schwachen KI ist die Fuzzylogik.

Neuronale Netze gehören ebenfalls in diese Kategorie – seit Anfang der 1980er Jahre analysiert man unter diesem Begriff die Informationsarchitektur des (menschlichen oder tierischen) Gehirns. Die Modellierung in Form künstlicher neuronaler Netze illustriert, wie aus einer sehr einfachen Grundstruktur eine komplexe Mustererkennung geleistet werden kann. Gleichzeitig wird deutlich, dass diese Art von Lernen nicht auf der Herleitung von logisch oder sprachlich formulierbaren Regeln beruht – und somit etwa auch die besonderen Fähigkeiten des menschlichen Gehirns innerhalb des Tierreichs nicht auf einen regel- oder sprachbasierten „Intelligenz“-Begriff reduzierbar sind. Die Auswirkungen dieser Einsichten auf die KI-Forschung, aber auch auf Lerntheorie, Didaktik und andere Gebiete werden noch diskutiert.

Während die starke KI an ihrer philosophischen Fragestellung bis heute scheiterte, sind auf der Seite der schwachen KI Fortschritte erzielt worden.

Informatik und Recht

Ein Softwarepatent ist ein Patent auf eine Methode zur Programmierung oder ein Verfahren zur Verwendung eines Computers. Eine allgemein akzeptierte genaue Definition des Begriffs hat sich bisher noch nicht etabliert. Befürworter von Softwarepatenten sind etwa Unternehmen, die ihre Produkte gegen Nachahmung schützen wollen. Sie argumentieren, der Sinn von Softwarepatenten sei (wie bei „normalen“ Patenten auch), die Entwicklungskosten der Produkte in einer kurzen „Monopolphase“ wieder hereinzuholen. Gegner führen an, Algorithmen und Softwaretechnologien seien – anders als technische Erfindungen – ähnlich wie mathematische Erkenntnisse als Wissen einzuordnen und deshalb prinzipiell nicht schützbar. Außerdem seien die Produktzyklen im Computerbereich ungleich kürzer als in anderen Branchen, deswegen bedeute ein Softwarepatent einen unfair langen Stillstand des Wettbewerbes und werde vorwiegend zur Monopolisierung von Märkten verwendet.

Daneben gibt es Organisationen und Vereinigungen, die sich für freie Software einsetzen. Am bekanntesten sind das GNU-Projekt und die Free Software Foundation, die von Richard Stallman ins Leben gerufen wurden. Stallman entwickelte Lizenzen für freie Software und freie Dokumentation, unter welchen viele Projekte, wie auch die Wikipedia, entwickelt werden.

 

Der Mensch und Informatik

Rolle der Informatik in der Gesellschaft

Die Informatik hat in praktisch allen Bereichen des modernen Lebens Einzug gehalten. Offensichtlich wird dies durch den enormen Einfluss des Internets verstärkt. Die vielfältige, insbesondere weltweite, Vernetzung revolutionierte die Telekommunikation und die Informationsverarbeitung in den Unternehmen, die Logistik, die Medien aber auch praktisch alle privaten Haushalte. Weniger offensichtlich, aber allgegenwärtig ist die Informatik in Haushaltsgeräten wie Videorekordern oder Spülmaschinen, in denen eingebettete Systeme die mehr oder weniger intelligente Steuerung übernehmen.
2006 war in Deutschland Jahr der Informatik. Ziel des Informatikjahres war es, das Bewusstsein für die zahlreichen Möglichkeiten der Informatik zu schärfen und die Bedeutung der Informatik als Faktor für die wirtschaftliche Entwicklung Deutschlands zu veranschaulichen. Mit den Themen Mobilität, Sicherheit, Gesundheit, Wohnen, Sport, Kommunikation, Kultur und Entertainment sollte beispielhaft gezeigt werden, wo und wie sehr die Informatik im Alltag präsent ist.

Mit der zunehmenden Durchdringung aller Lebensbereiche mit IKT und Computern (Informatisierung), sowie der wachsenden Vernetzung der Menschen über das Internet verwandelt sich die Gesellschaft in eine Informationsgesellschaft.

Vorteile der Informatik

Computer können große Datenmengen in kurzer Zeit verwalten, sichern, austauschen und verarbeiten. Um dieses zu ermöglichen, ist die Interaktion komplexer Hardware– und Softwaresysteme nötig, die auch das wesentliche Forschungsgebiet der Informatik darstellen. Als Beispiel mag die Wikipedia selbst dienen, in der 50.000 Anwender und Millionen von Besuchern täglich tausende Artikel suchen, lesen und bearbeiten.

Die Stärken von Computersystemen liegen darin, schematische Berechnungen auf großen Datenmengen mit hoher Geschwindigkeit und Genauigkeit ausführen zu können. Im Gegensatz dazu basieren viele scheinbar alltägliche Intelligenzleistungen des Menschen jedoch auf kognitiven Leistungen, die bis heute von Computern nur recht schlicht erbracht werden können. Als Beispiel sei hier das Erkennen von Gesichtern oder das Fällen von Entscheidungen bei unsicherer Wissensbasis genannt. Derartige Prozesse werden von der Künstlichen Intelligenz untersucht. In einzelnen Teildisziplinen konnten dabei bereits beachtliche Ergebnisse erzielt werden. Von einer umfassenden Nachahmung menschlicher Intelligenz kann dabei jedoch noch nicht gesprochen werden.

Nachteile der Informatik

Es gibt Kritiker, darunter Informatiker wie Joseph Weizenbaum, die zu einem sorgsameren Umgang mit moderner Technik und dem Computer mahnen. Weizenbaum schrieb in den 1960ern das Computerprogramm ELIZA, mit dem er die Verarbeitung natürlicher Sprache durch einen Computer demonstrieren wollte; ELIZA wurde als Meilenstein der „künstlichen Intelligenz“ gefeiert und sollte menschliche Psychologen bald ablösen. Weizenbaum war entsetzt über die Wirkung seines relativ einfachen Programms, das nie zum Ersetzen eines Therapeuten konzipiert gewesen war, und wurde durch dieses Schlüsselerlebnis zum Gesellschafts- und Medienkritiker. Der Bezeichnung als Computerkritiker widersprach er mit der Aussage „Ich bin kein Computerkritiker, Computer können mit Kritik nichts anfangen. Nein, ich bin Gesellschaftskritiker.“

Die weite Verwendung von Computern führt in der heutigen Zeit zu einer breiten öffentlichen wie wissenschaftlichen Diskussion über die Wirkungen auf die Sozialisation und das Lernverhalten, insbesondere von Kindern und Jugendlichen. Es herrscht weitgehender Konsens, dass es Effekte gibt, allerdings sind Untersuchungen methodisch schwierig oder kommen zu widersprüchlichen Ergebnissen.

Einfluss auf die Privatsphäre der Menschen

In der Informationsgesellschaft entstehen neue gesellschaftliche Probleme, die in der Öffentlichkeit oft kontrovers und sehr emotional diskutiert werden. Eines dieser Themen ist der Schutz der Privatsphäre des Computerbenutzers, der Datenschutz. Durch die Vernetzung ist es nicht nur Benutzern möglich, schnell beliebige Informationen im Internet abzufragen. Umgekehrt wird auch das Ausspähen von persönlichen Informationen durch Behörden, Unternehmen und Kriminellen ermöglicht. Ziel ist es zum einen Verhaltensweisen von Kunden bei Onlinekäufen zu sammeln, aber auch den persönlichen E-Mail-Verkehr abzuhören, wie es amerikanische Geheimdienste tun, oder Zugangsdaten zu Banken und Kreditkarten zu stehlen.

Hier hat ein gegenseitiges Aufrüsten stattgefunden, auf der Anwenderseite werden persönliche Daten über Verschlüsselung gegen unbefugten Zugriff gesichert, während auf der anderen Seite mittels Cookies, Spyware oder Phishing versucht wird, die Schutzmechanismen auszuhebeln.

Unternehmen suchen gezielt über Data Mining (Datenschürfung) nach typischen Verhaltensweisen von Kunden. Die so gewonnenen Informationen werden dann auf das individuelle Profil einzelner Kunden angewandt. Dies dient entweder zum Anbieten von mehr oder weniger „maßgeschneiderter Werbung“ (Spam), aber auch zum Selektieren von geeigneten und weniger geeigneten Kunden. Beim Abschluss einer Versicherung versuchen Unternehmen mittlerweile gezielt Kunden mit geringem Risiko durch bessere Konditionen an sich zu binden. Kunden aus Risikogruppen erhalten schlechtere Konditionen oder werden ausgeschlossen.

Ein besonderes Interesse am Zugriff zu persönlichen Daten haben Strafverfolgungsbehörden bei der Bekämpfung von Terrorismus und organisierter Kriminalität. So beschäftigt das Federal Bureau of Investigation (FBI) und die National Security Agency (NSA) Spezialisten zum systematischen Auswerten des Datenverkehrs im Internet. Hier wird eine spezielle Software (Carnivore) eingesetzt, um E-Mails nach bestimmten Stichworten zu durchsuchen. Durch den Einsatz der so genannten „starken Kryptographie“, wie sie das Tool PGP Privatpersonen zur Verfügung stellt, ist jedoch der Wert dieser Software in Frage gestellt. Derartig verschlüsselte E-Mails sind auch von den Experten der NSA nicht mehr zu entschlüsseln. Aus diesem Grunde gibt es Bestrebungen, derartige Verschlüsselungsverfahren zu verbieten. Ein Verbot wäre jedoch kaum wirksam, da eine geschickt verschlüsselte Botschaft mittels Steganographie nicht als solche zu erkennen ist. Das heißt, dass ein solches Verbot den Einsatz starker Kryptographie durch Kriminelle nicht verhindern kann. Betroffen von einem solchen Verbot wären also lediglich rechtschaffene Bürger, die sich selbst gegen kriminelles Ausspähen schützen wollen.

Kybernetik

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie

Der Begriff Kybernetik bezeichnet nach ihrem Begründer Norbert Wiener die Wissenschaft der Steuerung und Regelung von Maschinen und lebenden Organismen; er wird auch mit der Formel die Kunst des Steuerns übersetzt.

Der Ausdruck wurde Mitte des 20. Jahrhunderts aus der englischen (cybernetics/ Regelungstechniken) in die deutsche Sprache eingedeutscht. Der englische Begriff wiederum wurde geprägt nach dem substantivierten griechischen Adjektiv κυβερνητικὴ (steuermännisch), welches sich aus den entsprechenden Subjektiven κυβερνήτης (Steuermann) sowie κυβέρνησις, (Leitung, Herrschaft) ableitete. Sie werden im Altgriechischen kybernétes bzw. kybérnesis ausgesprochen .

Seit der Antike findet man schriftliche Zeugnisse systemorientierten Denkens: Der griechische Philosoph Homer schrieb κυβερνήτης und meinte damit den Steuermann eines Schiffes. Platon benutzte den Begriff im übertragenen Sinne, wenn er von einem Mann am Steuerruder einer Regierung sprach. Der Apostel Paulus wiederum benutzt den lateinischen Begriff kybérnēsis im 1. Korintherbrief ( 1 Kor 12,28 EU), um eine Fähigkeit, zu leiten zu thematisieren.

Durch den hohen Abstraktionsgrad kann die Kybernetik das Verhalten äußerst unterschiedlicher Systeme modellieren, zum Beispiel jenes eines Flugkörpers oder eines Wirtschaftsmarktes, das eines Unternehmens oder einer Gesellschaft. Im Falle von Organismen oder physiologischen Systemen spricht man auch von Homöostase bzw. Selbstregulierung.

Ein Beispiel für das Prinzip einer kybernetischen Regelung ist ein Thermostat. Er vergleicht den Istwert eines Thermometers mit einem Sollwert, der als gewünschte Temperatur eingestellt wurde. Ein Unterschied zwischen diesen beiden Werten veranlasst den Regler im Thermostaten dazu, die Heizung so zu regulieren, dass der Ist-Wert dem Soll-Wert näher kommt bzw. ihn erreicht.

Geschichte und Entwicklung

In den 1940er Jahren entstanden die Wurzeln der Wissenschaft Kybernetik, als man Gemeinsamkeiten und Schnittstellen verschiedener Einzeldisziplinen, die Themen wie menschliches Verhalten, Nachrichtenübertragung, Regelung, Entscheidungs- und Spieltheorie und statistische Mechanik betrachten, erkannte. Katalysator dieser Entwicklung waren die bahnbrechenden Macy Conferences mit dem Thema „Circular causal, and feedback mechanisms in biological and social systems“, die von 1946 bis 1953 stattfanden. Norbert Wiener hat den Begriff Kybernetik schließlich im Sommer 1947 von dem griechischen kybernétes für „Steuermann“ abgeleitet und damit den nach seiner Einschätzung ersten bedeutenden Artikel über einen Rückkoppelungsmechanismus von James Clerk Maxwell (On Governors, 1867/68) geehrt; dort wird ein Fliehkraftregler beschrieben, der englisch als ‚governor‘ bezeichnet wird. Das Wort ‚governor‘ leitet sich aus dem lateinischen ‚gubernator‘ (für Steuermann) ab, eines lateinischen Lehnwortes aus der altgriechischen Sprache, das sich von kybernétes ableitet.

Auf Anregung von Heinz von Foerster wurde die Bezeichnung „cybernetics“ dann als Titel für die Macy Conferences übernommen.

In gedruckter Form wurde der Begriff von Wiener erstmals 1948 in Cybernetics or Control and Communication in the Animal and the Machine (deutsche Ausgabe: Kybernetik. Regelung und Nachrichtenübertragung im Lebewesen und in der Maschine) verwendet. Im gleichen Jahre erschien in der Zeitschrift Scientific American ein grundlegender Übersichtsartikel zur Kybernetik.

Maßgeblich für die Entwicklung der Kybernetik waren die von Heinz von Foerster in den USA herausgegebenen Tagungsbände Cybernetics der Josiah Macy Jr. Foundation (sogenannte Macy-Konferenzen).

In Deutschland wurde, vor dem gleichen wissenschaftshistorischen Hintergrund, die Studie Das Bewußtsein der Maschinen des Philosophen Gotthard Günther einflussreich.

Wichtige Entwicklungen nach den Macy Conferences gehen aus der Geschichte der Anwendungsfelder hervor (siehe rechts).

Aktuelle Entwicklungen

Heute behandelt man die Themen der Kybernetik weiter differenziert

Das philosophische Interesse für die Kybernetik rührt daher, dass diese die Möglichkeit eröffnet, den Begriff „Zweckrekursiv zu begreifen: Der Zweck eines komplexen Systems, etwa auch eines Lebewesens, ist es selbst. Ein Zweck bräuchte keine vom System getrennte Instanz mehr, die ihn setzt. Wenn das auch für menschliche Zwecke gilt, gewinnt die Autonomie der Person und damit ihre Verantwortung für ihre Handlungen stark an Bedeutung.

Im Rahmen der Regelungstechnik steht heute eine spezielle leistungsfähige mathematische Systemtheorie zur Verfügung, mit der das Verhalten von Systemen und Regelkreisen beschrieben und berechnet werden kann.

In der Netzwerktheorie wird nach allgemeinen Prinzipien vernetzter Wirkungsgefüge gesucht.

Die Entscheidungs- und die Spieltheorie, die sich mit Entscheidungsprozessen in teils komplexen Situationen mehrdimensionaler Zielräume befassen, gewinnen eine wachsende Bedeutung insbesondere in Medizin, Militär und Wirtschaft.

Weitere aktuelle Beispiele für die praktische Anwendung der Kybernetik in den Sozialwissenschaften sind die Konzepte der Volition in der Psychologie und im Management.[1]

Kernbegriffe der Kybernetik sind

Nachrichtentechnik

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie

 

Die Nachrichtentechnik ist eine Ingenieurwissenschaft und beschäftigt sich als Teilgebiet der Elektrotechnik mit der Aufnahme, Übertragung, Verarbeitung und Speicherung von Nachrichten (Informationen).

Definition und Abgrenzung

Die Nachrichtentechnik beschäftigt sich mit der Gewinnung, Umwandlung, Übertragung, Vermittlung, Speicherung und Verarbeitung von informationstragenden Signalen. Die Hauptaufgabe der Nachrichtentechnik ist es, Informationen möglichst unverfälscht von einer Informationsquelle zu einem oder mehreren -senken zu übertragen. Zur Nachrichtentechnik zählt neben zahlreichen anderen Disziplinen auch die Telekommunikation. Telekommunikation ist Informationsaustausch zwischen räumlich entfernten Informationsquellen und -senken unter Benutzung nachrichtentechnischer Systeme.

Gelegentlich wird die Nachrichtentechnik/Kommunikationstechnik mit der Kommunikationswissenschaft verwechselt. Die Nachrichtentechnik befasst sich mit den technischen Systemen zur Kommunikation, die Kommunikationswissenschaft befasst sich hingegen mit Massenmedien-Inhalten (zum Beispiel Werbung), die über nachrichtentechnische Systeme (zum Beispiel Rundfunk), aber auch über klassische Medien (zum Beispiel Zeitungen) verteilt werden.

Geschichte

Bedingt durch neue wissenschaftliche Erkenntnisse erweiterten sich die Möglichkeiten der Nachrichtentechnik kontinuierlich. Diese Entwicklung fand auch im Wandel des Namens dieser Ingenieurdisziplin ihren Ausdruck. Sprach man anfänglich von Schwachstromtechnik, so wurde etwa 1909 durch Rudolf Franke der Name Fernmeldetechnik geprägt. Heute spricht man auch von Informations- und Kommunikationstechnik.

Teilgebiete

Die Nachrichtentechnik umfasst ein sehr großes Aufgabengebiet, so dass sich eine ganze Reihe von Teilgebieten herausgebildet haben.

Technische Teilgebiete:

Theoretische Grundlagen:

Frequenzbereiche

Entsprechend den verwendeten Frequenzen unterscheidet man in der Nachrichtentechnik

Anwendungsbereiche

Die größte von Menschenhand geschaffene Maschine ist ein nachrichtentechnisches System: Das weltweite Telefonnetz. Ein weiteres nachrichtentechnisches System, das Internet, ist auf dem Weg dem Telefonnetz diesen Rang abzulaufen, nicht zuletzt dadurch, dass das Internet Aufgaben des Telefonnetzes übernimmt.

Das Internet ist auch ein schönes Beispiel, dass die Übergänge von der Nachrichtentechnik zur Informatik fließend sind. Einerseits sind nachrichtentechnische Systeme häufig wichtige Komponenten in den Rechnersystemen der technischen und angewandten Informatik, andererseits basieren moderne nachrichtentechnische Systeme häufig auf Theorien und Verfahren der Informatik und sind im Kern Rechnersysteme.

Online-Community

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie

Eine Online-Community (Netzgemeinschaft) ist eine Sonderform der Gemeinschaft; hier von Menschen, die einander via Internet begegnen und sich dort austauschen. Findet die Kommunikation in einem Sozialen Netzwerk statt, das als Plattform zum gegenseitigen Austausch von Meinungen, Eindrücken und Erfahrungen dient (oft in Form von User Generated Content), spricht man auch von Sozialen Medien.

Struktur

Ermöglicht wird dies durch dafür eingerichtete Plattformen. E-Mail, Chat, Instant-Messenger und Foren sind die bekanntesten Tools, die Kommunikation zwischen den Mitgliedern ermöglichen. Eine Online-Community muss aufgebaut, gepflegt und betreut werden. Oft werden Mitglieder aus der Online-Community für die Aufgaben mit einbezogen. Im crossmedial arbeitenden Journalismus spielen ausgehend vom Online-Journalismus Leser-, Hörer- und Zuschauer-Communitys bei der Leser-Blatt-Bindung eine wichtige Rolle. Anfangs wurde die Online-Community oft mit der Technik gleichgesetzt, die von der Online-Community genutzt wird. Eine Gemeinschaft definiert sich jedoch nicht über die Technik, sondern durch den Inhalt, der sie zusammenführt. Soziologisch betrachtet handelt es sich um ein soziales Phänomen.

Geschichte

Im Jahre 1985 konstituierte sich in Sausalito, San Francisco, Nordkalifornien, ein netzbasierter Debattierclub namens „The Well“ (the Whole Earth ‘Lectronic Link). Die von Stewart Brand und Larry Brilliant gegründete Community kann als eine der ersten Communitys des Internet angesehen werden. Allerdings lassen sich auch die ersten Mailinglisten als Communitys auffassen. Howard Rheingold verwendete als erster in seinem Buch den Begriff ‚virtuelle Gemeinschaften’, die heute als Online-, Net-, Cyber- oder E-Communitys bezeichnet werden.

Schreibweise

Der Duden (23. Auflage) empfiehlt „Onlinecommunity“ (ohne Bindestrich), respektive als Mehrzahl „Onlinecommunitys“, da der Begriff inzwischen ein Lehnwort darstelle und entsprechend den Regeln der deutschen Grammatik dekliniert werde.

In der Literatur finden sich die Termini Virtuelle oder Online-Community, vor allem im Englischen ist “Virtual Community” weit verbreitet. Eine Suche in der ACM Digital Library zeigt eine etwa gleiche Verteilung der beiden Begriffe in vorhandenen Publikationen. Der Begriff Virtualität ist allerdings missverständlich: Virtuell kann “der Möglichkeit nach vorhanden” oder “so tun, als ob” bedeuten. Demnach wäre eine virtuelle Community keine vollwertige Gemeinschaft. Eine Online-Community soll aber als Teilmenge aller echten Gemeinschaften verstanden werden, deren Mitglieder sich online anstatt Face-To-Face austauschen. Daher empfiehlt es sich, den Begriff “Online-Community” konsequent zu verwenden.

Bedeutung

Eine Community-Plattform im Internet bietet die grundlegenden Werkzeuge zur Kommunikation wie E-Mail, Foren, Chatsysteme, Newsboards, Tauschbörsen, MatchMaking u.v.m. Je nach Zielgruppe werden die Funktionen abgestimmt und auf die Interessen der Benutzer zugeschnitten. Hierbei sind Rückmeldungen von Nutzern (Wünsche, Anfragen, Ideen) sinnvoll, da sie zur Steigerung der Attraktivität und Akzeptanz beitragen.

Online-Communitys entwickeln sich vor allem dann erfolgreich, wenn ihre treibende Kraft nicht die Marketingidee eines Unternehmens ist, sondern sie aus sich selbst, also den Wünschen der Gemeinschaft zu wachsen verstehen.

Beispiele für funktionierende Communitys:

Die meisten Online-Communitys sind dem Grunde nach demokratisch organisiert, in Einzelnen zeichnet sich aber eine steigende Tendenz zu Hierarchisierung und Institutionen ab. Im Idealfall gibt sich die Community eigene Regeln. Sogar gerichtsbarkeitsähnliche, parlamentarische oder polizeiähnliche Institutionen wurden – meist auf Wunsch der Benutzer – eingeführt. Insoweit wird auch eine Entwicklung zu „Gesetzen“ und starren Regularien – oder wenigstens der Wunsch danach – erkennbar. Juristische Begriffe wie „unzulässig“, „Angeklagter“, „unrechtmäßig“ usw. finden mit zunehmender Tendenz Verwendung in den Diskussionen.

Kommerzielle Online-Communitys

Eine kommerzielle Online-Community ist eine Online-Community, die unter Aufsicht eines Unternehmens steht. Die Gemeinschaft nutzt dabei zur Kommunikation die Infrastruktur des Unternehmens. Auch die Moderation wird meist von dem Unternehmen übernommen.

Kommerzielle Online-Communitys erlauben im Unterschied zu nicht-kommerziellen Online-Communitys meist nicht die freie Wahl eines Vorstands und lassen Werbeeinnahmen nicht nur Gemeinschaftszwecken zugute kommen, sondern nutzen diese, um Gewinn auszuschütten.

Eine besondere Form einer kommerziellen Online-Community ist das Kundenforum, das den Kunden die Kommunikation untereinander über die angebotenen Produkte und Dienstleistungen ermöglicht. Es erspart den Kunden den Aufbau einer eigenen Kommunikationsplattform.

Viele kommerzielle „Social Network“-Dienste sind mit einer kommerziellen Online-Community verbunden. Diese geschlossenen Online-Communitys erlauben über ihr System keine Kommunikation mit Mitgliedern anderer Communitys. Dazu zählen MySpace, Facebook, StayFriends, wer-kennt-wen und Lokalisten sowie studiVZ, schülerVZ und meinVZ.

Online-Dienstleistungsanbieter verbinden ihre Dienstleistung mit einer kommerziellen Online-Community, um Kunden an sich zu binden. Kunden müssen bei einem Wechsel des Anbieters auf diese Weise nicht nur die Qualität der Dienstleistung, sondern auch die mit der Dienstleistung verbundene Community beachten. Ein bekannter Anbieter ist der Foto-Hoster Flickr.

Der Mikroblogging-Dienst Twitter ist mit einer geschlossenen kommerziellen Online-Community verbunden. Andere Mikroblogging-Dienste wie Identi.ca erlauben über den offenen OpenMicroBlogging-Standard die Kommunikation mit beliebigen Personen.

Seit 2002 erschienen im Internet auch kommerzielle, geschlossene Shopping-Communitys, die man erst durch eine Einladung eines Mitgliedes oder mit Hilfe eines so genannten Club-Schlüssels betreten konnte.

Themenorientierte Communitys

Themenorientierte Communitys bekommen ihre Anziehungskraft aus einem Thema, welches alle Nutzer eint. Dies kann ein Hobby sein, wie bei Sci-Fi-Communitys und Sport-Communitys oder der Glaube, wie bei religiösen Communitys, oder politische Netzwerke bzw. Politcommunitys.

Sci-Fi-Community

Eine Sci-Fi-Community ist im allgemeinen eine Online-Community, die sich mit Science Fiction beschäftigt. Es gibt diese Communitys in den unterschiedlichsten Arten und Ausrichtungen, z.B. online als Foren-Community, als Chat-Community aber in Einzelfällen auch offline, als Verein organisiert. Die meisten Sci-Fi-Communitys widmen sich einem oder einzelner Genres oder Serien. So gibt es z.B. Star-Trek-Communitys oder Star-Wars-Communitys als Subspezies der Sci-Fi-Communitys. Oft wird eine Vermischung von den Sci-Fi-Fans der einzelnen Genres mit Unmut betrachtet, manche tolerieren dieses gar nicht. Zwischen den unterschiedlichen Sci-Fi-Communitys bricht da auch schon mal Streit aus, welche Serie und welcher Film denn nun die bessere Grundlage, Möglichkeit zur dort gezeigten realen Umsetzung in der Zukunft oder welche Ideologie die Beste sei. Reine Sci-Fi-Communitys, die sich allen Serien und Genres gleichermaßen widmen, sind deshalb wenig verbreitet, fühlen sich aber als Beispiel für die Prinzipien von Toleranz, Akzeptanz und Zusammenleben im interkulturellen Maßstab. Wie bei Communitys üblich, werden die meisten auch hier ehrenamtlich von Fans betrieben und betreut und sind i. d. R. kostenlos. Es werden u.a. Events abgehalten, wie Chatrollenspiele, Quiz zu einzelnen Sci-Fi Themen, manche unternehmen auch online in Sci-Fi Online-Spielen Ausflüge oder es werden offline Treffen und Konventions veranstaltet, häufig sind hier die Schauspieler oder Autoren der Serien anzutreffen.

Methodenorientierte Communitys

Wiki Community

Eine Wiki Community ist eine Online-Community, die sich um ein Wiki-Projekt herum bildet. Den Nutzern hier geht es im Gegensatz zu denen von anderen Untergruppen von Online-Communitys darum, gemeinsam – zumeist textliche – Inhalte online zu erstellen und sie anderen Nutzern zur Verfügung zu stellen. So verfolgt beispielsweise die Wikipedia das Ziel, „die Gesamtheit des Wissens unserer Zeit in lexikalischer Form anzubieten“.[1] Es finden über diese Inhaltserstellung teilweise heftige Diskussionen statt. Sie benutzen dafür eine spezielle Software und sind daher eher weniger über Chat oder Foren organisiert, es finden aber auch Offline-Treffen statt.

Voting Community oder Rating Community

Eine Voting Community bzw. eine Rating-Community ist eine Online-Community, deren Mitglieder sich einer Bewertung durch andere Mitglieder stellen. Einige dieser Communitys lassen auch Bewertungen durch Nichtmitglieder zu. In den meisten Fällen werden ausschließlich Fotos der Mitglieder zur Bewertung gestellt, die üblicherweise mit null bis zehn Punkten bewertet werden können. Einige wenige Communitys dieser Art legen jedoch bewusst Wert darauf, dass die Bewertungen nicht nur die Bilder betreffen sollen, sondern den Gesamteindruck aus Fotos, Vorstellungstexten, Beiträgen in eventuell vorhandenen Foren, privatem Kontakt und so weiter.

In den meisten Voting Communitys laufen die Abstimmungen ununterbrochen, und es werden höchstens Wochen- oder Monatsbeste gekürt und dann auf der Hauptseite der Community entweder direkt oder per Link präsentiert. Einige wenige Voting Communitys führen allerdings tatsächlich ein Jahr lang laufende Runden durch und küren am Ende dieser Runden eine Siegerin und/oder einen Sieger, ganz ähnlich wie bei Misswahlen.

In vielen Voting Communitys gibt es immer wieder Diskussionen darüber, wie viel nackte Haut denn toleriert werden soll. Abgesehen von solchen Communitys, die bewusst (zur Gewinnung von Werbekunden etwa und zur Steigerung der Zugriffszahlen) jegliche Entblößung tolerieren, gelten in den meisten Communitys Bikini/Unterwäsche bei Frauen und Unterhose bei Männern als minimale Bekleidung. Dennoch entbrennen regelmäßig Diskussionen darüber, wie „billig“ solch eine Präsentation ist. Oft wird dabei als Argument der Ruf der jeweiligen Community ins Feld geführt – welchem von der Gegenseite nicht selten damit begegnet wird, dass hier wohl der Neidfaktor eine Rolle spiele. Die Freizügigkeitstoleranz einer Voting Community ist deswegen auch eines der Kriterien, in

Social Media

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie

Als Social Media (auch Soziale Medien) werden Soziale Netzwerke und Netzgemeinschaften verstanden, die als Plattformen zum gegenseitigen Austausch von Meinungen, Eindrücken und Erfahrungen dienen.

Begriff

Social Media sind eine Vielfalt digitaler Medien und Technologien, die es Nutzern ermöglichen, sich untereinander auszutauschen und mediale Inhalte einzeln oder in Gemeinschaft zu gestalten (User Generated Content). Die Ermöglichung sozialer Interaktionen und Kollaboration in Sozialen Netzwerken gewinnen zunehmend an Bedeutung und wandeln mediale Monologe (one to many) in sozial-mediale Dialoge (many to many). Zudem unterstützt es die Demokratisierung von Wissen und Information und entwickelt den Benutzer von einem Konsumenten zu einem Produzenten. Die Nutzer nehmen durch Kommentare, Bewertungen und Empfehlungen aktiv auf die Inhalte Bezug und bauen auf diese Weise eine soziale Beziehung untereinander auf. Es besteht kein Gefälle mehr zwischen Sender und Rezipienten (Sender-Empfänger-Modell). Als Kommunikationsmittel werden dabei Text, Bild, Audio oder Video verwendet. Das gemeinsame Erstellen, Bearbeiten und Verteilen der Inhalte, unterstützt von interaktiven Anwendungen betont auch der Begriff Web 2.0.

Andreas M. Kaplan und Michael Haenlein definieren Social Media als „eine Gruppe von Internetanwendungen, die auf den ideologischen und technologischen Grundlagen des Web 2.0 aufbauen und die Herstellung und den Austausch von User Generated Content ermöglichen“.

Es wird angenommen, dass der Begriff Social Media erstmals im Juli 2004 in der Berichterstattung zur BlogOn 2004 Conference verwendet wurde.

 

Release 2011.07.31

 

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